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Trotz billiger Brennstoffe bleibt der Strompreis auf hohem Niveau

Dienstag, Februar 3, 2009
Autor: Joerg Februar, 2009

Was sich auf den Benzinpreis offensichtlich schnell und direkt auswirkt, trifft so auf den Strompreis nicht zu: Weil die Energieversorger zu hohen Preisen eingekauft haben, wird sich eine Entspannung der Strompreise erst im nächsten Jahr einstellen.

Lange Zeit gingen die Energiepreise nur in eine einzige Richtung: Nach oben. Mit dem Verweis auf stark gestiegene Brennstoffkosten und erhöhte Großhandelspreise verwiesen viele Versorger noch zum Jahreswechsel beim Strom erneut auf hohe Preise. Sowohl Öl und Gas ist inzwischen auf dem Weltmarkt deutlich billiger geworden. Jede dritte in Deutschland verbrauchte Kilowattstunde Strom wird aus zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch aus Steinkohle und Gas gewonnen. Auch Strom sollte deswegen im Preis deutlich nachgeben. Die meisten Stadtwerke und regionale Verteiler haben sich jedoch zu Zeiten höherer Notierungen teuerer eingedeckt. Jetzt werden die hohen Einkaufspreise an die privaten Haushalte weiter gegeben. Preissenkungen beim Strompreis stellen die Versorger allenfalls für das 2010 in Aussicht.

Im vergangenen Jahr 2008 haben die Deutschen insgesamt 616 Milliarden Kilowattstunden Strom verbraucht. Im Jahr 2009 dürfte sich die Zahl wegen der Konjunkturschwäche leicht nach unten bewegen. Dahinter steht ein Wert von rund 120 Milliarden Euro. Würden sich die aktuellen Preissenkungen bei den Brennstoffen nur mit zehn Prozent im Strompreis niederschlagen, wäre dies ein kräftiger Schub für Haushalte und Unternehmen.